Gegenwind im Reichswald

Wir über uns


Gegenwind im Reichswald/Tegenwind in het Reichswald e.V. ist eine Bürgerinitiative. Wir machen uns für den Reichswald und die ihn umgebende Landschaft stark. Gegründet wurde der Verein 2012. Zu diesem Zeitpunkt wurde nämlich bekannt, dass die Gemeine Kranenburg, der Landesbetrieb Wald & Holz NRW sowie Projektentwickler ABO Wind mehr als 10 Groß-Windkraftanlagen im Reichswald errichten wollten. Als Standort war eine rund 200 Hektar große Fläche an der deutsch-niederländischen Grenze beidseitig des Kartenspielerwegs angedacht.


Reichswald von verschiedenen Planungen betroffen

Kurz darauf begannen parallel gleich mehrere Verfahren, die den Windkraftausbau im und am Reichswald zum Gegenstand hatten. Zum Teil haben sie noch heute Bestand. Neben Gemarkungen der Gemeinde Kranenburg ging bzw. geht es dabei um Flächen der Städte Kleve und Goch. 2017 wurde über den Regionalplan Düsseldorf festgelegt, dass keine Windkraftanlagen im Reichswald errichtet werden sollen. Nachdem der Plan verabschiedet wurde, zog ABO Wind seine Klage gegen den zwischenzeitlich erfolgten Ablehnungsbescheid für den „Windpark Kranenburg“ zurück. Seitdem ruht das Vorhaben. 


Bald mehr als 1.000 Windkraftanlagen in NRWs Wäldern?

Die Bürgerinitiative besteht jedoch weiter. Und das aus gutem Grund: Sowohl auf Bundes- als auch Landesebene gibt es Bestrebungen, den Windkraftausbau massiv zu forcieren. Auch im Wald. So hat Minister Pinkwart im Dezember 2021 angekündigt, dass der Ausbau in NRW in den kommenden Jahren verdoppelt werden soll. Rund die Hälfte der neuen Anlagen möchte man im Wald errichten. Somit dürfte auch das Projekt „Windpark Kranenburg“ über kurz oder lang wieder auf den Tisch kommen. Unter Umständen auch die in einem früheren Entwurf des Flächennutzungsplans der Stadt Kleve für den Windkraftausbau vorgesehenen Flächen: Mehr als 180 Hektar im Reichswald!


2 Bauanträge für Windkraftanlagen am Reichswald

Außerdem planen private Flächeneigentümer und Projektierer die Errichtung von zwei bzw. fünf Groß-Windkraftanlagen an der Engelsstraße (Kleve-Reichswalde) und hinter der Kesseler Straße (Goch-Nierswalde) unmittelbar am Waldrand. Entsprechende Bauanträge sind in Arbeit. Für Reichswalde steht der Beginn der Offenlage bevor. 


Grenzüberschreitender Einsatz für den Reichswald

Der Bürgerinitiative gehören sowohl Niederländer als auch Deutsche an. Sie alle eint die Liebe zum Reichswald. Wir schätzen ihn unter anderem als Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt. Und als Erholungsraum für die Menschen im ansonsten waldarmen Kreis Kleve. Dieser Wald ist ein zu großer Schatz, als dass man ihn für Bauvorhaben welcher Art auch immer opfern dürfte. Auch aus Gründen des Klimaschutzes! Neben unserem Verein machen sich viele weitere Organisationen und auch Einzelpersonen auf beiden Seiten der Grenze dafür stark, dass der Reichswald nicht in ein Windkraft-Industriegebiet verwandelt wird. Ihn darf nicht dasselbe Schicksal ereilen wie viele Waldgebiete beispielsweise in Rheinland-Pfalz.


Strom aus dem Reichswald ist nicht „grün“.

Unser Verein befürwortet erneuerbare Energien auf konfliktfreien Flächen. Beispielsweise in Gewerbegebieten oder ehemaligen Tagebauen. An den im und am Reichswald angedachten Standorten in einem europäischen Greifvogel-Dichtezentrum ist die Ökobilanz von Windkraftanlagen jedoch negativ. Zumal das Speicherproblem noch immer nicht gelöst ist und zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit weiterhin konventionelle Kraftwerke vorgehalten werden müssen.


Arbeiten Sie gerne mit uns mit!

Möchten Sie uns aktiv unterstützen? Dann freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen!

Bron: Dieter Borrmann, Bedburg-Hau

Illustration von Dieter Borrmann, Bedburg-Hau